By Hans Münstermann

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Read or Download Apuleius: Metamorphosen literarischer Vorlagen: Untersuchung dreier Episoden des Romans unter Berücksichtigung der Philosophie und Theologie des Apuleius (Beiträge zur Altertumskunde - Band 69) PDF

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Bers. Hopfner 4 1 , S. 16] 26 Für die von den Alten angenommene Geilheit des Esels sind z. B . Pindar, Pythia X 35 " ... yrJ-4 a· op&v üßptv op9iav JC(J)VMA(J)V" und luvenal IX 92 " ... alium bipe­ dem sibi quaerit asellum" Zeugen, wobei im zweiten Fall diese Geilheit auf einen Menschen übertragen ist Dazu paßt gut, daß Lucius sich mit Photis unmittelbar vor seiner Verwandlung in einen Esel in ein amouröses Abenteuer stürzt, um die magi­ schen Geheimnisse der Pamphile zu erfahren. Die Verbindung seiner Sinnenlust und seiner Trunkenheit sowie deren Ablehnung durch den Isis-Glauben treffen sich in der platonisch-isiastischen Interpretation der Eselsfigur.

Tatum 1 979, S. 48 sieht jedoch in der schon hier stattfmdenden Erwähnung der Räuber ein Strukturelement des Gesamt­ romans. Seiner Meinung nach nimmt die phantastisch anmutende Erwähnung der Räuber deren reales Auftreten im IV. Buch vorweg; dies geschehe im Roman dauernd. das Phantastische und Unglaubliche werde Realität. Diese Auffassung ermöglicht uns, bei der Interpretation unserer vereinzelten Stelle den Gesamtroman nicht aus den Augen zu verlieren; neben den Gestaltungselementen, die im Zusammenhang mit die­ ser Untersuchung betont werden, hat Apuleius, wie wir sehen, in seinem vielschich­ tigen Werk noch eine Menge weiterer Verbindungen eingewoben, die wir hier nicht berücksichtigen können.

494ff. und Scobie 1978, S . 50, der an dieser Stelle gleich­ zeitig darauf hinweist, daß die vorliegende Episode den Auftakt zu drei sich in der Intensität steigemden Geschichten bildet, an welche die Metamorphose des Lucius in einen Esel sich anschließt. 46 Zu beachten ist hier der von Tatum 1 969, S. 494 gegebene Hinweis, der Ausbruch des Aristomenes I 8, 1 gegenüber dem Socrates bei dessen Entdeckung, dieser habe es verdient, das Schlimms te zu ertragen, da er die Sinnenlust dem Heim und den Kindem vorgezogen habe: '"Pol quidem tu dignus ', inquam, 'es extrema sustinere, si quid est tarnen novis­ simo extremius, qui voluptatem Veneriam et scortum scorteum Lari et liberis praetulisti' " , sei die einzige Verdammung der voluptas bis zu den Bemerkungen des Isis-Priesters zu Lucius XI 1 5, 1 : " .

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